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Aikido

Aikido ist eine besondere Art der Lebensführung und -einstellung – Mit Verzicht auf offensive Angriffstechniken vermitteln die Techniken dem Übenden eine entsprechend defensive und verantwortungsbetonte geistige Haltung. Aikido stärkt durch regelmäßiges Üben das Selbstvertrauen, die Konzentrationsfähigkeit sowie die innere Ruhe.

Aikido bei der TGS Walldorf – Wir sind eine Abteilung der Turngesellschaft Walldorf 1896 e.V. Unsere Abteilung ist Mitglied im Deutschen Aikido Bund (https://www.aikido-bund.de/) und Aikido Verband Hessen (http://www.aikido-hessen.de/).

Die Silben AI, KI und DO bedeuten: Weg des harmonischen Geistes

AI – ist die Harmonie und Liebe zu den Menschen und der Natur, ebenso die Ausgewogenheit zwischen Geist und Körper.
KI – steht für die geistig-seelische Kraft, die Harmonie zwischen Geist und Körper voraussetzt.
DO – ist der Weg, diese Prinzipien unbewusst durch beständiges Training zu erlernen, um sie dann auf alle Bereiche des Lebens anzuwenden.

AIKIDO IST EIN FRIEDLICHER SPORT
Bei Aikido handelt es sich um eine friedfertige japanische Kampfkunst. Friedfertig ist sie, da der Angriff selbst kein Bestandteil ist, man lernt den Angriff mit der Energie des Angreifers abzuwehren. Beim Aikido lernt man sich zu verteidigen, ohne zu prügeln und ohne den anderen schwer zu verletzen.

KAMPFKUNST FÜR JEDEN
Kraft, Größe und Schnelligkeit spielen im Aikido keine Rolle. Du lernst Techniken, mit denen du die Kraft umleiten kannst, ohne selbst Kraft aufzuwenden. Somit hast du auch dann keinen Nachteil, wenn jemand kommt, der stärker, größer oder schneller ist.

IM AIKIDO GIBT ES KEINE VERLIERER
Aikido ist eine Budodisziplin, welche ganz ohne Wettkämpfe auskommt. Die farbigen Gürtel erarbeitet man sich durch das Ablegen von Prüfungen, in denen man die gelernten Techniken vorführt.
Dennoch gibt es mehrmals im Jahr die Möglichkeit, mit Kindern und Jugendlichen aus anderen Vereinen gemeinsam zu trainieren. Hierzu gibt es zusätzlich zum regelmäßigen Training 5-mal im Jahr die Möglichkeit bei Lehrgängen des Aikido Verbands Hessen teilzunehmen. Diese Lehrgänge sind speziell für Kinder- und Jugendliche und finde in der Regel samstags statt. Gemeinsam brechen wir in Walldorf auf und fahren zum Lehrgangsort.

AIKIDO IN WALLDORF
Wir als Aikido-Abteilung der TGS-Walldorf sind Mitglied des Aikido Verbands Hessen e.V. und damit auch dem Deutschen Aikido-Bund e.V. angeschlossen.


Abteilungsnews

21.10.2022

Der echte Doppelwumms für unseren Meister Lukas Raymann

Prüfung zur Trainer-C-Lizenz und zum 2. Dan bestanden

Prüfungsgruppe

Erst seit sieben Jahren betreibt Lukas Rayman Aikido, dennoch hat er es in der kurzen Zeit zum 2. Dan Aikido geschafft. Fleißiges Training (bis zu acht Stunden in der Woche), gute Trainingsbedingungen (eigenes Dojo bei der Turngesellschaft Walldorf 1896. e.V., TGS) und natürlich ein klasse Team an motivierten Trainingspartnerinnen und -partnern halfen ihm dabei.

Mit zwei Uke (Partner im Aikido) reiste er frühmorgens am Samstag, 8. Oktober 2022, nach Lorch nahe Stuttgart ins „Ländle“ zur offiziellen Dan-Prüfung des DAB (Deutscher Aikido-Bund e.V.),  dem Heimat-Dojo unserer Präsidentin des DAB, Großmeisterin Dr. Barbara Oettinger (7. Dan).

Ihr Ehemann Großmeister Dr. Thomas Oettinger (7. Dan) hatte den Vorsitz der Prüfungskommission inne. Das Prüfer-Team wurde mit Meisterin Heike Bizet (4. Dan) und Meisterin Elisabeth Ackermann (4. Dan) komplettiert.

Mit der Überprüfung seines bisherigen Könnens (alle Techniken und Disziplinen bis zum 1. Dan) startete die Prüfung für Meister Lukas Raymann zusammen mit zwei anderen Aikidoka. Die 1. Kata, eine vorgegebene Form und ein festgelegter Ablauf von Techniken im Stand, mit dem Uke Meister Andreas Kreuzer (3. Dan) und die anschließende Überprüfungen weiterer Techniken aus dem umfangreichen Prüfungsprogramm wie zum Beispiel „shiho-nage“, „kaiten-nage uchi“, “tenchi nage”, „sumi-otoshi“ aus verschieden Angriffen mit Uke Meister Daniel Tippelt (2. Dan) gelang ihm mit Bravour.

Erst nach erfolgreicher Überprüfung der bereits verinnerlichten Techniken wird man zur eigentlichen Prüfung zugelassen. Aus diesem Grund dauern Dan-Prüfungen lang und sind mental sowie konditionell sehr fordernd.

Den Teil der Prüfung, in welchem das theoretische Wissen abgefragt wird, durfte Meister Lukas Raymann gelassen überspringen und erhielt direkt die maximale Punktzahl, denn er hatte erst vor zwei Wochen die Prüfung zur Trainer-C Lizenz des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) erfolgreich bestanden.

Wer die Trainer-C Lizenz bestanden hat, ist topfit in Theorie, Praxis und Didaktik, denn die Prüfung ist sehr zeitintensiv und anspruchsvoll. Dieser Prüfung gehen im Aikido mehrere Wochen aufwendige Lehrgänge mit einem knackigen Lehrplan voraus. Dieses Engagement wird vom DAB belohnt, der theoretische Teil der Prüfung zum 1. und 2. Dan gilt für einen Prüfling mit Trainer-C-Lizenz automatisch als bestanden. Für die Graduierung darüber gilt die Trainer-C Lizenz sogar als Voraussetzung und muss alle 4 Jahre durch Teilnahme an verschiedenen Lehrgängen immer wieder verlängert werden.

Durch die kleine Pause gut ausgeruht ging es zur eigentlichen Prüfung in dem über 100 Jahre alten Saal in Lorch. Der Holzbau mit seinen braunen Farbtönen und der warmen einfallenden Oktobersonne gab dazu die passende Kulisse.

Eine perfekt ausgeführte 2. Kata (diesmal auf den Knien), leitete den Prüfungsblock ein. Vor der Variation von über 20 Stabtechniken in der erst der Angreifer versucht den Bo (Holzstab mit ca. 1.20m Länge) zu entwenden und später damit verschiede Angriffe startet, kamen die Knietechniken dran.

Verschiedene Fassangriffe des stehenden Angreifers, müssen durch zahlreiche Techniken, diesmal im Kniesitz, verteidigt werden. Diese gelangen Lukas so gut, dass Dr. Oettinger gerne die Videoaufnahme für Lehrzwecke verwenden möchte.

Als Abschluss musste Lukas noch ein Randori bestehen. War zum 1. Dan noch Ju-no-geiko (langsamer, bedachter Angriff) gefragt, gilt für den 2. Dan die Ausführung Kakari-geiko! Dort soll der Angreifer zügig und sehr dynamisch über einen Zeitraum von ca. einer Minute mit verschiedensten Angriffen den Verteidiger aus der Reserve locken. Lukas blieb, wie wir ihn auch aus dem Training kennen, äußert gelassen und souverän, meisterte so das Randori. Das jahrelange, intensive Training machte sich bezahlt.

Nach zwei Stunden Prüfungsprogramm haben alle drei Prüflinge erfolgreich bestanden, es wurden neben den 2. Dan für Lukas noch zwei 1. Dan-Graduierungen verliehen. In der anschließenden Feedback-Runde gab es bei Lukas keinerlei Beanstandungen, im Gegenteil, wurde seine Prüfung noch  besonders gelobt und hervorgehoben. 

Wer Lukas mal „in action“ erleben möchte, ist gerne zu einem Schnuppertraining eingeladen. Ab November trainieren die Erwachsenen immer dienstags und donnerstags von 19.30 bis 21.30 Uhr in unserem Dojo in der Sporthalle der TGS Walldorf, Okrifteler Str. 7 im 1. Stock. Einfach bequeme Sportkleidung mitbringen. Zusätzlich bieten wir ein freies Training samstags und nach Absprache auch sonntags von 12.00 bis 14.00 Uhr an.

Kinder von 8 bis 12 Jahren trainieren dienstags und donnerstags von 17.00 bis 18.00 Uhr und Jugendliche von 18.00 bis 19.30 Uhr.

Für Interessierte, die richtig hohe Dan-Grade und meisterliches Aikido bestaunen wollen:

Der Begründer unsere Abteilung, Großmeister Alfred Heymann (8. Dan), leitet am Wochenende vom 28. bis 30. Oktober in der Stadthalle Walldorf einen Bundeslehrgang mit ca. 70 Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet und Gästen aus Frankreich. Diese reisen auch an, um mit uns das 50 Jahre Jubiläum der Aikido Abteilung der TGS Walldorf zu feiern.

Zuschauer zum Bundeslehrgang sind herzlich willkommen, die Trainingszeiten sind am Freitag, den 28. Oktober von 18.30 bis 20.45 Uhr; am Samstag, den 29. Oktober von 9.45 bis 12.00 und 16.00 bis 18.15 Uhr und am Sonntag, den 30.Oktober von 9.45 bis 12.00 Uhr. (amk)

26.09.2022

Ein neuer Braungurt

Hendrik Friebe: Jüngster Braungurt auf der Ehrentafel im Dojo

Dann war es so weit: Um 12 Uhr hatte Hendrik Friebe die Prüfung zum 1. Aikido-Kyu-Grad erfolgreich bestanden und war damit der jüngste Braungurt in der mit über 100 Personen mitgliederstarken Aikido-Abteilung der TGS. Hendrik Friebe meisterte die Graduierung zum 1. Kyu mit Bravour. Die Prüfung ist herausfordernd - mental und körperlich. Über eine Stunde wurden rund 50 Angriffe und Abwehrtechniken, Drehungen, Hebel und Würfe unter den wachsamen Augen der erfahrenen Prüfer Meister Peter Siffert (4. Dan, TGS Walldorf) und Meister Andreas Kreuzer (3. Dan), Aikido-Abteilungsleiter und Vizepräsident der TGS Walldorf, im Dojo vorgeführt.

Eine Unkonzentriertheit, eine falsche Bewegung und der Angriff verläuft unschön. Aber nicht bei Hendrik Friebe. Er zeigte unbeirrt sein Können. Mit 14 Jahren den Braungurt aus den Händen der Meister Peter Siffert und Andreas Kreuzer zu erhalten, das hat bis jetzt noch niemand geschafft.

Alle Aikidoka gönnen Hendrik Friebe den Erfolg von Herzen, denn er wird als Mensch sehr geschätzt. Er ist nicht nur ein Vorbild in der Kampfkunst, sondern auch im persönlichen Umgang. Zuvorkommend ist er. Er macht kein großes Aufheben um seine Person, bläht sich nicht auf, macht sich nicht wichtig, aber er ist immer bereit, sich für den Sport zu engagieren, packt mit an, hilft Tatami auszulegen, ist bei Arbeitseinsätzen dabei und lässt Anfängerinnen und Anfänger an seinen Erfahrungen teilhaben – ohne Überheblichkeit, sondern rücksichtsvoll, motivierend und praktisch erklärend, indem er die Techniken mit schönen, würdevollen Bewegungen vorführt. Hendrik Friebe trainiert mit Älteren, Jüngeren, Gleichaltrigen, größeren oder kleineren Personen, mit Schwer- oder Leichtgewichten. Denn das ist eine der Besonderheiten des Sports, dass ihn jede Person – unabhängig von Alter oder Erscheinung - erlernen kann und dass jeder Aikidoka mit jeder und jedem die Bewegungsabläufe übt, ganz gleich, ob der Gürtel noch weiß oder schon farbig ist.

Seine freundliche Zurückhaltung zeigte Hendrik Friebe auch nach seiner bestandenen Prüfung zum jüngsten Braungurt, bescheiden nahm er den neuen Gurt entgegen, bedankte sich und trainierte anschließend noch eine Stunde mit einer Gelbgurtin „shiho nage“ und „irimi nage“.

Prüfungen im Aikido sind hart und zeitaufwendig, denn es werden nicht nur die neuen Techniken präsentiert, sondern auch die bereits verinnerlichten. Bei Hendrik Friebe waren dies die Routinen zum Gelb-, Orange-, Grün- und Blaugurt, und zwar in den Angriffen „ai-hanmi“ und „gyaku-hanmi“ sowie mit den Fußbewegungen „irimi“ und „tenkan“.

Zum Abschluss der Prüfung gehört die Königsdisziplin Randori, der freie, unerwartete, mehrfache Angriff bis abschließend der Uke (Angreifer) am Boden fixiert wird. Wer Aikido kennt, der weiß, wie wichtig der Uke für die Prüfung ist – und wie konditionsstark dieser sein muss. Hendrik Friebe hatte mit Lukas Raymann (1. Dan) einen Uke, der unermüdlich angreifen, geworfen werden, rollen, fallen und wieder aufstehen kann und der bei der TGS den Spitznamen „Königs-Uke“ hat.

Hendrik Friebes Lieblingstechnik ist der „koshi nage“, ein Hüftwurf. Er mag die Technik, weil es einige Variationen von ihr gibt und sie immer sehr rund und elegant aussieht, vor allem in der Tenkan-Ausführung.

Respekt und Zuverlässigkeit sind Hendrik Friebes Wesen, gepaart mit Trainingseifer. Die Prüfungsvorbereitung macht beim Aikido einfach viel Spaß, betont der Schüler. Seine Ausdauer wurde nun belohnt. Hendrik Friebe reiht sich als Jüngster in die „Hall of Fame“ ein, ein kunstvoller handgefertigter Nafudakake. Hier sind alle Meisterinnen und Meister sowie Braungurte im Dojo verewigt. Er hat nun seine eigene Tafel aus Eschenholz mit „Hendrik Friebe“.

Viele Monate hat er sich auf die Prüfung vorbereitet, eigentlich seit seinem Beginn mit Aikido vor sieben Jahren, denn es ist ein kontinuierlicher Weg, den jede und jeder Aikidoka beschreitet. Zum Aikido kam er fast zwangsläufig, denn Marianne Siffert (3. Dan) und Peter Siffert (4. Dan) sind seine Nachbarn. Jetzt geht es für Hendrik Friebe direkt weiter mit dem Training - genauso diszipliniert, wie es seine Art ist, denn er kann einer der jüngsten Dan-Träger werden.

Wer neugierig auf Aikido geworden ist, kann einfach in Trainingskleidung zu den Übungsstunden vorbeikommen, wir freuen uns.

Kinder: Am Dienstag und am Donnerstag von 17 Uhr bis 18.30 Uhr.

Jugendliche: Am Dienstag und am Donnerstag von 18.30 Uhr bis 20 Uhr.

Erwachsene: Am Dienstag und am Donnerstag von 20 Uhr bis 22 Uhr.

Treffpunkt ist im Sportzentrum der TGS Walldorf, Okrifteler Straße 6, Dojo-Raum, 1. Stock.

Amk

 

Bilder: N. Rattenborg

 

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